Erfahrungen-Klanglanschaften
       

Sopran

Stimmbildnerin

Diplomgesangspädagogin

       
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Entspannung durch Klang Massage

Impressionen aus fünf Sessions

Vorher:
- lang zum Einschlafen gebraucht
- jede Nacht von der Arbeit geträumt
- Nie durchgeschlafen, Nachts oft aufgewacht
- nie ausgeschlafen gefühlt, ständig müde und kaputt

1. Session
- laute Klänge wahrgenommen – angenehm
- Erinnerung an Gewitter
- Afrikanisch/ Asiatisch
- danach müde gefühlt
- abends schneller eingeschlafen
- Traum – keine Erinnerung
Müde aufgewacht.

2. Session (1.07.09)
- zu Beginn Klingeln – sehr beruhigend
- fast eingeschlafen
- dann Hölztöne wahrgenommen und dadurch wacher geworden
- Erinnerung an Dusche
- danach müde gefühlt
- abends schneller eingeschlafen
Durchgeschlagen ohne aufzuwachen.

3. Session (8.07.09)
- sehr entspannend (ganz leise Klänge)
- kurz eingeschlafen
- zum Ende hin etwas nervös, konnte nicht mehr ruhig liegen
Gut und schnell eingeschlafen, durchgeschlafen bis Katze mich geweckt hat.

4. Session (23.07.09)
- zu Beginn sehr beruhigend (leise ruhige klänge)
- klingeln
- kurz eingeschlafen, sehr entspannt
- Holztöne etwas wach gemacht
Abends gut eingeschlafen – keine Erinnerung an Traum.

5. Session (30.07.09)
- zu Beginn etwas nervös, konnte nicht gut abschalten
- dann beruhigend
- mehreren Klängen zusammen
- Erinnerung an Wasser und Rauschen
Schnell eingeschlafen und durchgeschlafen.

3 Wochen gar nicht von der Arbeit geträumt – keiner Erinnerung daran. Gut eingeschlafen

Seit zwei Wochen öfters von der Arbeit geträumt und morgens ein Gefühl als hätte ich nicht geschlafen...

 

Impressionen aus acht Sessions

I 19.05.09 Alle Klänge/Instrumente:
wie eine Gesichtsmassage
Druck auf rechte Stirn, der aber nicht unangenehm ist, sondern sich wie Gehaltenwerden oder Schutz anfühlt
Metallklänge erhöhen meine Aufmerksamkeit, während alle Nichtmetalle sich warm anfühlen und mich zum fallen lassen animieren
Resonanzen/Schwingungen/Nachklänge wirken äußerst wohltuend
ein Klang ist interessanter als der andere/folgende, wodurch ich keine Präferenz für einen bestimmten Klang habe
das gilt sogar auch für deine Stimme, die sich optimal in das „Konzert“ einfügt
die Außen-und Fremdgeräusche lenken mich nicht ab, sondern sind gut integrierbar

II 27.05.09 Alle Klänge/Instrumente:

der Beginn und das Ende klingen ähnlich, bilden eine Klangeinheit
verschiedene Metalle sind unterschiedlich spannend, teils kräftig, laut, energisch, teils zart und leise
differenzierter kann ich es nicht benennen,weil die Eindrücke der nachfolgenden Klänge vorherrschen und Vorheriges überlagern das „Meeresrauschen“ lässt mich frösteln (und ich bin froh, gut zugedeckt zu sein),was mir nicht unangenehm ist, sondern mich stärkt und sich auch in meiner Atmung niederschlägt. Ich gehe am Meer entlang und fühle mich eins mit den Wellen und dem Wind
die Klänge über dem Kopf empfinde ich als hinge bungsvoll wohltuend
es sollte nie aufhören und ich möchte nicht loslassen

III 03.06.09 Holz:

unspektakulär, ruhig, konzentriert
auf Dauer sind die Klänge nuancenreich und dadurch verstärkt/exponiert
die Wohlklänge wirken auf meinen Bauch und Kopf
ein Mal werden beide Arme sehr schwer
einzelne Klänge stehen für sich, es ergeben sich keine Überlagerungen
beim „Regenmacher“ empfinde ich Aufregung, denn die Eindrücke sind beinahe zuviel und stehen im Kontrast zu Übrigem

IV 10.06.09 Saiten-und Zupfinstrumente

„spacig“
Dissonanzen rufen bei mir erstaunlicherweise keinen Protest oder Unbehagen hervor
alles wirkt sehr anregend und erregend, als zupfte mich jemand überall am Körper
es werden bei mir sexuelle Phantasien hervorgerufen und auch konkrete Bilder von meinem Liebsten
der Nachhall/Klang geht nicht tief, sondern bleibt an der Oberfläche
höchste Aufmerksamkeit/Aufnahmefähigkeit bei gleichzeitiger körperlicher Entspannung

V 16.06.09 Steine:

sensationell und die bisher tiefste Erfahrung in puncto Klänge
sehr schwer, fast unmöglich für mich, diese Erfah rung zu beschreiben und konkret zu fassen
warme, mahlende Klänge, ein Schaben, Rauschen, Rieseln, Klopfen und Schlagen, nicht laut, sondern eher gleichförmig, linear
ich fühle mich geerdet, vollständig bei mir und mit mir im Reinen, während ich zugleich kurzzeitig schwebe, abhebe

VI 01.07.09 Metalle:

der starke Nachklang wirkt anfänglich noch vertraut, geht jedoch zunehmend in ein Ganzes/Zerfliessendes über, was fast die Grenze des Erfassbaren/Erträglichen erreicht, da es zwar spannungsreich, anregend und inspirierend ist, aber für mich keinen Bogen/Zu-
sammenhang und keine Einheit/Komposition erkennen lässt, sondern in ein Überangebot von Klängen mündet

VII 15.07.09 Alle Klänge/Instrumente:

ruhiger Auftakt und zarter Ausklang
dazwischen ein Fest/Feuerwerk von Anregendem und Beruhigendem
unter dem Eindruck der Einzelklangerfahrungen empfinde ich das Zusammenspiel als neu und vertraut
es motiviert meine Neugierde und vermittelt mir Ge borgenheit
`mal spüre ich meine Arme und Beine schwer auf dem Futon, `mal bin ich beflügelt, wobei sich Kopf und Bauch loslösen
Hypersensibilität bei größtmöglicher Entspannung geschärfte Sinneseindrücke durch körperliche Redu zierung/Zurücknahme
wie bisher werden etliche Assoziationen ausgelöst, die ich jedoch noch immer nicht in Worte fassen kann


VIII die Zeit ohne Beklingen:

vorherrschend fühle ich mich gestärkt und glücklich, aber nicht überschwänglich, sondern bescheiden und demütig, wesentlich
das führe ich nicht zuletzt auf das Beklingen zurück, was sich als eine nachhaltig wirkende Ressource und Quelle erweist.

 

In den Klang-Landschaften von Paola Tedde bin ich mit meiner Seele auf einer Reise.
Die Reise geht mal ins All, mal ans Meer, mal in die Vergangenheit.
Die Reise beginnt mit Entspannen meines liegenden Körpers. Dann spielt Paola Tedde auf verschiedenen Instrumenten mal kurz, mal lang. Sie sind zum Teil als Musikinstrumente gebaut (wie Gong oder Harfe usw.), zum Teil aus der Natur geholt, wie Steine und Sand vom Meer, getrocknete Äste aus dem Wald. Frau Tedde sagt, dass sie intuitiv merkt, was ich möchte, welchem Klang mein Körper bekommen soll, nach welcher Schwingung sich meine Seele sehnt. (Das klingt ein bisschen unheimlich. Aber das ist ganz bestimmt in früheren Zeiten normal gewesen, dass Menschen fühlen konnten, was die anderen Menschen dachten oder wollten. Das wäre unsere ursprünglichen Fähigkeit, glaube ich.)
Ein Klang berührt meine schmerzenden Knochen, eine Tonart vibriert meinen verspannten Muskel, eine andre Schwingung tröstet meine verletzte Seele.
Diese Wirkung ist sicher wissenschaftlich beweisbar und erklärlich. Ich finde es aber unnötig, weil ich selbst genau weiß, wie ich nachher absolut entspannt bin, und auch von Schmerzen, sogar mal von Ohrengeräuschen befreit.
Das ist nicht nur auf der Ebene, dass ich eine Stunde vom Alltagsstress weg komme, sondern viel mehr wie körperliche Entspannung und Anregung gleichzeitig, Reinigung und Ernährung der Seele.

Sonoko Susaki, 51 (Klavierbauerin und Klavierstimmerin)

 

Die verschiedenen Klänge während der Entspannungsstunden weckten Gefühle und Erinnerungen und formten in meinen Gedanken Bilder. Verletzte Gefühle aus meiner Kindheit kamen hoch. Beengende Gefühle und innere Verspannungen lösten sich und ließen mich zufrieden nach Hause gehen. Ich habe den Eindruck, ein wenig mehr von mir zu wissen und einige alte Lasten losgelassen zu haben. Ein Klangerlebnis der besonderen Art.


Patrizia Schröder, 42 (Klavierhaus Schröder)

 

 

   

Erfahrungen

von Teilnehmern

 

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